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Seit seiner Gründung im Februar 1990 hat sich der Verlag in seiner Tätigkeit auf die Herausgabe von Titeln der Kulturgeschichte konzentriert. Bereits im Gründungsjahr konnte der Verlag mit dem Standardwerk zur sächsischen Geschichte von Otto Kaemmel einen Titel in sein Programm aufnehmen, der durch die konsequent betrieben Aktualisierung zu den modernen Darstellungen des sächsischen Geschichte gehört und mit seiner nunmehr 7. Auflage zu den meistverbreiteten historischen Abrissen Sachsens gehört. Das Buch eröffnete die Reihe „Kleine Sächsische Bibliothek“.
Das Programm wurde in den Folgejahren mit den Reihen „Kursächsische Wanderungen“ und „Dresdner Miniaturen“ weiter ausgebaut. Besonders die handlichen Ausgaben der „Kursächsischen Wanderungen“ haben eine weite Akzeptanz gefunden und erreichen in der Zahl der Titel 2006 das Viertelhundert. Diese Reihe wurde mit dem ersten Führer durch die Sächsische Schweiz von Carl Heinrich Nicolai eröffnet. Die Tatsache, dass der „Wegweiser durch die Sächsische Schweiz“ bereits in vierter Auflage vorliegt, beweist, wie modern der Reiseführer noch heute ist.
Ein Experiment wurde mit der Reihe „Yess“ unternommen, um der jungen Dichtung ion Sachsen ein Podium zu geben, wie es einst der Dresdner Verleger Wolfgang Jess vorgelebt hat.
Eine weitere Facette des Verlagsprogramms ist die Reihe „Hellerau-Almanach“, die in loser Anordnung kleine Texte zur sächsischen Kulturgeschichte liefert und sich in der Gestaltung besonders der Buchtradition Jakob Hegners verpflichtet fühlt. Mit Band 10 ist diese Reihe abgeschlossen.
Über diese Aufzählung der Buchreihen darf nicht das Schwergewicht des Verlages übersehen werden, das die Einzeltitel zur Kulturgeschichte im Blickpunkt hat. Ob mit Wolf Dohrns klassischer Schrift über die Gartenstadt Hellerau im traditionellen Bleisatz, dem wunderschönen Bildband mit Bildern von Franz Wilhelm Leuteritz oder der Dresdner Ausgabe von Erich Kästners Autobiographie „Als ich ein kleiner Junge war“, immer steht das Besondere im Mittelpunkt des Programms, was den Verlag unverwechselbar macht.
Eine weitere Ausgestaltung erfuhr das Verlagsprogramm 2005 mit der Reihe „Opera Selecta Humaniora“, in der in zwangloser Folge und in gediegener Ausstattung klassische Werke der Geistes- und Kulturgeschichte in deutscher Sprache erscheinen. Damit will der Verlag dem Publikum in ansprechender Form solche Werke bereitstellen, die nach allgemeinem Verständnis zum deutschen Bildungskanon gehören. Die Reihe wurde eröffnet mit den Titeln von Johannes Kepler „Vom sechseckigen Schnee“ und Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“.
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